Flughafen Bangkok -> Mo Chit Busterminal -> Banglamphu

Vom Flughafen Suvarnabhumi, wo wir vormittags gelandet sind, nehmen wir den City Rail Link. Dieser Zug fährt in 30 Minuten zur Station Phaya Thai. Von dort steigen wir um in den Skytrain BTS und fahren bis Mo Chit. Achtung: das gleichnamige Busterminal Mo Chit, von wo die Busse in den Norden Thailands starten, ist damit noch lange nicht erreicht! Auf dem Bahngleis des Skytrain stehen die höflichen Thai dort in kleinen Schlangen, wo sich in Kürze die Türen des Zugs öffnen. Wenn der Skytrain voll ist, warten sie auf den nächsten, der sowieso in kürzester Zeit kommt. Wir sehen, wie sich ein ahnungsloser Tourist absichtlich oder aus Versehen seitlich vordrängelt – der thailändische Geschäftsmann muss auf den nächsten Zug warten. Eine Situation, die wir leider öfters sehen… Von der Skytrain-Station Mo Chit geht’s mit dem Bus Nr. 77 weiter zum Busterminal Mo Chit. Um von der Bushaltestelle zum eigentlichen Mo Chit Busterminal mit den Fernbussen zu kommen, muss man erst über eine Brücke, dann über einen Parkplatz und durch ein Labyrinth von Marktgassen, bis man auf einmal mitten im riesigen Busterminal steht.

Wir kaufen unsere Tickets für den Nachtbus, doch wir fahren nicht sofort nach Chiang Mai: Wir wollen zuerst noch einen Tag in Banglamphu verbringen, unserem Lieblingsviertel in Bangkok.

Also nehmen wir den Bus Nr. 3 nach Banglamphu und sagen dem Fahrer „Khao San Road“.

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Bis vor 16 Jahren war die Khao San Road eine Art Tor zu Asien. Ein Backpacker-Mekka, wo man alles traf vom 18-jährigen amerikanischen Backpacker, der zum ersten Mal aus den USA raus war, bis zum 77-jährigen Althippie, der einst als Backpacker gekommen und dann geblieben war. Man setzte sich in die nächste Bar, fragte die anwesenden Backpacker wo sie grade her kämen und wie das Wetter dort sei, und entschied so, wohin die Reise gehen soll.

Dann kam „The Beach“.

Der Film mit Leonardo di Caprio beginnt in der Khao San Road und brachte ihr den Massentourismus. Heute ist die Khao San Road eine Touri-Einkaufsstraße mit Bars und Diskos. Es wird alles verkauft, was Touristen mögen, Kleider, Schmuck und Musik. Ein alter Mann verkauft gegrillte Skorpione am Spieß. Allerdings mehr als Touri-Attraktion denn für Einheimische 😉 In einer Bar zahlen wir für 2 Bier 5 €, europäische Preise. Der alte Flair ist weg, doch die Backpacker-Szene ist nicht verschwunden! Sie hat sich nur verlagert, und zwar in die Gegend um die Pra Athit Road und den (fast) autofreien Soi Rambuttri. Hier gibt’s günstige Hostels, gutes Streetfood und glückliche Backpacker.

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VW-Bus-Bar im Soi Rambuttri

Von der Khao San Road nimmt man eine pittoreske Abkürzung durch das Tempelgelände des Wat Chana Songkhram, und kommt so in das Backpacker-Viertel rund um den Soi Rambuttri und die Pra Athit Road. Abends wird das Tempelgelände abgeschlossen, für den Fall gibt’s eine Abkürzung durch eine Kneipe. Für uns ist das Viertel um die Pra Athit Road praktischer als die Khao San Road: es liegt näher am Fluss, und damit näher an den Schnellbooten, mit denen man für 14 Baht ohne Stau alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in Bangkok erreichen kann. Die Schnellboote auf dem Menam Chao Praya halten am Pra Athit Pier, dessen Zugang sich ebenfalls hinter tuchbehangenen Marktgassen verbirgt. Sie sind für uns das beste und günstigste Fortbewegungsmittel im Verkehrschaos von Bangkok.

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Schnellboot vor dem Wat Arun, dem Tempel der Morgenröte

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Bus Nr. 3 direkt von der Khao San Road zum Busterminal Mo Chit. Dauer 50 Minuten bei wenig Verkehr, Bangkok ist echt riesig!

Für 573 Baht pro Person kriegen wir einen super-komfortablen Nachtbus nach Chiang Mai, mit Sitzen, die man weit nach hinten, und Fußstützen, die man nach oben stellen kann. Im Preis inklusive: Komplettservice mit Toilette, Trinkjoghurt, Kaffee, Croissant und Erfrischungstuch. Da lacht das Backpackerherz! Ach ja: und mit Bettdecke! Die braucht man auch, denn die Klimaanlage kühlt den Bus nachts auf arktisches Niveau runter.


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